Kerry Way

7. August 2011:

Morgen geht es los auf dem Kerry Way. Wir werden die ersten 24 Kilometer nach Black Valley zurücklegen.

Heute in Killarney angekommen haben wir zur Einstimmung das Ross Castle am Lough Leane im Killarney National Park besucht. Das Castle stammt aus dem 15. Jahrhundert und liegt ungefähr 3 Kilometer vom Ortszentrum entfernt. Die Führung ist sehr empfehlenswert.

    

8. August 2011:

Heute ist der Tag de Tage: Wir begeben uns auf die erste Etappe des Kerry Ways. Um 9:15 Uhr starten wir am Hotel International, gleich am Sammelplatz der Jaunting Cars (Pferdekutschen), die in den Killarney Nationalpark, d.h. zum Ross Castle und zum Muckross Castle fahren. Der eigentliche Startpunkt des Kerry Ways befindet sich aber zwei Kilometer weiter südlich an der Brücke über den River Flesk. Von diesem Punkt an zweigt der Weg rund zwei Kilometer weiter südlich nach rechts in den Killarney Nationalpark ab. Am Lough Leane entlang führt er dann zum Muckross Castle, einem Herrensitz aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, fünf Kilometer vom Beginn der Etappe entfernt.

Weitere drei Kilometer später trifft man auf den Torc Wasserfall, der Menschenmassen anzieht. Danach steigt der Pfad stetig zum Torc Mountain an. Die Touristen werden weniger und bald findet man sich allein im gebirgigen Gelände zwischen den Bergen Torc Mountain, Cores und Cromaglan Mountain.

Zunächst wandern wir auf der alten Hauptverbindung zwischen Killarney und Black Valley, der Old Kenmare Road, später dann wird der Weg zum steinigen Pfad. Auch lernen wir zum ersten Mal das irische Wetter richtig kennen: Der Drizzle wird zum beständigen Regen und die Sicht auf die Berge ringsum wird immer geringer.

Nach rund sechs Kilometern im Gebirge fällt der Pfad wieder, wie passieren die Galway’s Bridge und erreichen bald den Upper Lake, den wir am Südufer entlangwandern. Sobald man die Sicht auf den See verliert, ist es nicht mehr weit bis Lord Brandon’s Cottage, dem Beginn des Black Valleys und der ersten Labestation am Weg. Von Lord Brandon’s Cottage aus kann man auch mit Booten zum Ross Castle zurückfahren. Laut Auskunft einiger Einheimischen stammt der Name „Black Valley“ daher, dass dieser Ort zuletzt mit elektrischen Strom versorgt wurde.

Wir überqueren den Gearhameen River über eine schöne alte Steinbrücke. Von nun an sind es nur mehr 2 Kilometer bis zur Jugendherberge im Black Valley oder in unserem Fall einen Kilometer bis zum Hillcrest Farm House.

Killarney – Black Valley
Start: 9:15
Ankunft: 15:45, Lord Brandon’s Cottage
Gehzeit: 7 Stunden mit Pausen (ca. 1 Stunde) bis zum Quartier ‚Hillcrest Farm House‘
Ca. 23 km, 350 Höhenmeter

        

9. August 2011:

‚The weather is fine, it is not raining.‘ So begrüßt uns der Pensionswirt am Morgen zum Frühstück. Er hat recht, der beständige Nieselregen hat aufgehört, die Sicht ist aber mäßig. Am Nachtmittag wird das Wetter zu einem der schönsten Tagen in Kerry wechseln – ’since last Tuesday‘.

Was der Pensionswirt nicht wusste, oder nicht sagte, die Etappe ist weitaus länger als in den Führern angegeben und sie wird über ein Drittel der Strecke auf asphaltierten, teilweise stark befahrenen Straßen geführt.

Aber nun von Beginn an: Nach einer eher feuchten Nacht geht es um 9:30 Uhr in das ein Kilometer entfernte Black Valley. Der Forstweg führt am Cummeenduff Lough und am Lough Reagh vorbei. Bald nach den letzten Häusern, u.a. einer Fabrik (sic!), steigt der immer schmaler werdende Weg stetig auf den ersten – niedrigeren – Pass zwischen Broaghnabinnia und Curraghmore. Die Aussicht hier ist atemberaubend. Ebenso der steinige und steile Abstieg ins Tal des River Caragh, der für kleiner Menschen fast unüberwindliche Tritte bereithält.

Unten wieder auf der Straße angekommen, treffen wir auf eine nette Überraschung: In einem alten Steinhaus serviert das Cooky Monster Café (Stepping Stones B&B) selbst gemachte köstliche Sandwiches, Suppen und Süßigkeiten. Am liebsten würden wir hierbleiben und gar nicht mehr aufbrechen.

Gleich hinter dem Café geht es steil bergan auf der Lack Road zum zweiten Pass des heutigen Tages mit 365 Metern. Nach gut einer Stunde Aufstieg werden wir durch den Blick auf den höchsten Berg Irlands, den Carauntoohill mit 1039 Metern, entschädigt. Der Abstieg ist hier etwas leichter und knieschonender. Bald schon geht der Pfad in einen Forstweg über, der dann in eine Asphaltstraße mündet. Diese führt uns dann um das Lough Acoose herum. Leider ist diese Straße stark befahren und bietet den Wanderern keine Möglichkeiten zur Ausweiche. Rund acht Kilometer müssen wir nun in die Streusiedlung Glencar auf dieser Straße gehen. So schön die Ausblicke in den menschenleeren Macgillycuddy Reeks war, so deprimierend ist nun der Abschluss dieser Etappe.

Nach 8-stündiger Wanderung kommen wir mit brennenden Fußsohlen im Glencar House Hotel an. Als Entschädigung verbringen wir einen Abend am beheizten offenen Kamin.

Empfehlung: Glencar House Hotel, ein Landhotel mit überaus netten Gastgebern

Black Valley – Glencar
Start: 9:30
Ankunft: 18:45
Gehzeit: 9:15 mit einer Stunde Pause
Ca. 25 km (21 km angegeben), über 500 Höhenmeter

     

10. August 2011:

Bescherte uns unser Quartier am Vortag zusätzliche Kilometer, sind wir nun freudig überrascht, dass wir die Etappe entlang des River Caragh beginnen können und uns so einige Straßenmeter sparen können. Idyllisch geht es entlang der scheinbar sehr bekannten Anglerstrecke, an der jährlich Wettkämpfe im Lachsfischen stattfinden. Der River Caragh ist einer der klarsten und saubersten Flüsse Irlands.

Wir gehen bis zur Blackstones Bridge, an der wir wieder auf den Kerry Way und somit auf die Asphaltstraße kommen. Auf dieser geht es nun ca. 4 Kilometer zum Seefin Mountain und an jene Wegkreuzung, an der die Entscheidung: kürzer und mehr Höhenmeter oder länger und weniger Höhenmeter getroffen werden muss. Beide Strecken sollen ja angeblich ihren Reiz haben. Da es aber heute wie aus Kübeln schüttet, entscheiden wir uns für die kurze Strecke über das Windy Gap. Wie uns unser Gastgeber bereits vorgewarnt hat, ist es noch windiger als sonst. Bei jedem Schritt verträgt es uns regelrecht.

Aber nicht lange, und der Auf- und Abstieg ist geschafft und die letzten 1,5 Kilometer in den Ort Glenbeigh bald zurückgelegt. Nun heißt es, sich und den Rucksackinhalt trocken legen.

Glencar – Glenbeigh
Start: 10:30
Ankunft: 14:00
Gehzeit: 3:30, keine Pause
Ca. 12 km, 450 Höhenmeter

  

11. August 2011:

Da wir gestern bis auf die Unterwäsche durchnässt wurden und sich auch die Schuhe davon noch nicht ganz erholt hatten, sprich: trocken waren, wurde der Plan, der vorsah bis nach Kells zu wandern und dann den Bus nach Cahersiveen zu nehmen, abgeändert.

Cahersiveen liegt eigentlich nicht am Kerry Way. Wenn man also wieder die Vorzüge einer Kleinstadt genießen möchte, muss man 8 weitere Kilometer in Kauf nehmen oder eben den Bus nehmen. Leider hatte sich das Wetter noch nicht verbessert, also fuhren wir gleich die gesamte Strecke nach Cahersiveen mit dem Bus.

Um nicht ganz untätig herumzusitzen mieten wir uns Fahrräder und besuchen die 4 Kilometer entfernte Burg Ballycarbery Castle (aus dem 15. Jahrhundert) und die beiden Steinforts Cahergal und Leacanabuaile (beide aus 9. oder 10. Jahrhundert).

        

12. August 2011:

Unser erster geplanter wanderfreier Tag fällt buchstäblich ins Wasser, und zwar tief. Triefend besuchen wir auf unseren Fahrrädern Valentia Island, für einer lange Tour ist es aber zu kalt und zu nass, deshalb bleibt es nur beim Valentia Heritage Center und den Gärten des Glamleam House.

Die freistehende Badewanne im QC Townhouse und ihr heißer Inhalt taten danach Wunder!

Empfehlung: QC Townhouse, bekanntes Seafood-Restaurant mit einigen frisch gestalteten Gästezimmern

   

13. August 2011:

Wir lassen uns mit dem Taxi ca. 12 Kilometer weit zur Kreuzung Coars – Kerry Way bringen. Das erspart uns nicht nur viel Zeit um wieder aus der Stadt herauszukommen, sondern auch die beiden Gipfel am Coomduff. Wir sind aber nicht die ersten und einzigen: ca. 10 Minuten nach unserer Ankunft hält wiederum ein Auto und 4 weitere Wanderer steigen aus.

Als wir die ersten Meter zur Bergkette Keelnagore – Knockavahaun emporsteigen, sehen wir eine Nebelwand mit hundert Metern pro Sekunde auf uns zukommen. Es bleibt uns gerade noch Zeit, alles wasserdicht einzupacken. Kurz danach stehen wir wieder im Regen und die Sicht beträgt nur 50 Meter.

Doch bald lichtet sich der Nebel und wir können zum ersten Mal seit langem die Schönheit dieser Berge genießen. Wir sehen bis zur Dingle Bay.

Beim Abstieg passieren wir etliche Standing Stones und erreichen über die Asphaltstraße nach 4 Kilometern Mastergeehy, ein kleines Dorf mit verlassener Kirche und einem Post Office in einem Privathaus. Eigentlich führt der Weg nun wieder bergan auf dem Kamm über den zweiten Coomduff Hill nach Waterville. Wir entscheiden uns aber ob dem wieder einsetzenden Regen für die schmale kaum befahrene Straße nach Waterville. Wir gehen an vielen zu Verkauf stehenden oder seit Jahren in Bau befindlichen Häusern vorbei. Die Finanzkrise ist auch hier sichtbar. Nach ca. 7 Kilometern erreichen wir die ersten Häuser von Waterville und lassen uns bei der Tankstelle von der B & B Wirtin abholen.

Die Streusiedlung Waterville erweckt den Eindruck schon bessere Zeiten erlebt zu haben. Die Restaurants und Pensionen an der Strandpromenade sehen abgewohnt aus. Touristenmagnet ist die Statue von Charlie Chaplin, der einige Zeit in Waterville gelebt hat.

Empfehlung: das Fisch- und Steaklokal Dooley’s am Ortsbeginn.

Cahersiveen – Waterville
Start: 9:15
Ankunft: 15:15, Ortsbeginn
Gehzeit: 6:00 mit Pausen
Ca. 18 km, Höhenmeter

        

14. August 2011:

Sonntagswetter! Das beste Wetter seit langem, oder zumindest ’since last Tuesday‘. Wie fast alle Wanderer des Kerry Ways entscheiden wir uns für den kürzeren Weg an der Küste, um auf das Meer blicken zu können, wenn schon das Wetter zum Baden nicht warm genug ist.

Der Weg führt entlang der Strandpromenade, vorbei an einem der exklusivsten Golfclubs Irlands langsam bergan. Wir passieren (Ferien-)Häuser wohlhabender Iren und verlassen nach 3 Kilometern die Straße um über Schafweiden zum ersten und einzigen Pass des heutigen Tages zu gelangen. Wir überblicken rechterhand die ganze Ballinskelligs Bay bis Waterville und können sogar die Skellig Islands in der Ferne erblicken. Links liegt der Farraniaragh Mountain.

Wir überqueren zu ersten von zwei Malen die N 70. Nach einem kurzen, aber sehr steilen Anstieg befindet man sich auf dem höchsten Punkt dieser Etappe. Man kann sowohl zurück auf die Ballinskelligs Bay blicken, als auch voraus auf Derrynane Harbour und Derrynane Beach. Die N 70 führt um den Bergrücken, auf den wir uns jetzt befinden. Wir können auf den Aussichtspunkt blicken, auf den sich unzählige Ring of Kerry-Ausflugsbusse befinden.

Nach kurzem Abstieg gelangen wir wieder auf die N 70 und folgen ihr einige hundert Meter. Der Weg verlässt die Hauptstraße nun an einem Ausflugsgasthaus und führt in einigen Serpentinen Richtung Süden. Schon bald zweigt der Kerry Way Richtung Osten von der Straße ab, wir entscheiden uns, dem Derrynane Mass Path zur Küste zu folgen. Dieser Weg ist etwas länger als der Kerry Way, der im Landesinneren geführt wird. Auf der Strasse gelangen wir zum Derrynane Harbour und folgen dem sehr schön angelegten Küstenweg zur Derrynane Bay. Bevor wir zu den Sands vor Caherdaniel gelangen, marschieren wir für ca. 3 Kilometer auf der Straße in den Ort. Caherdaniel ist eine kleine Streusiedlung, dessen Ortszentrum aus einer kurzen Häuserzeile mit einem Shop und einem Pub besteht.

Empfehlung: das Pub ‚The Blind Piper‘ in Caherdaniel

Waterville – Caherdaniel
Start: 10:00
Ankunft: 16:30
Gehzeit: ca. 5:00 Stunden
Ca. 15 Kilometer bis Caherdaniel, zum Quartier ‚The Olde Forge‘ nochmals 1,3 Kilometer auf der N 70

           

15. August 2011:

Unser zweiter Day off. Und leider regnet es, und das den ganzen Tag.
Trotzdem marschieren wir von unserem B&B 3,5 Kilometer zum Derrynane House und lernen dort irische Geschichte: Das Derrynane House war der Wohnsitz von Daniel O’Connell, dem Liberator Irlands.

Daniel_O’Connell auf Wikipedia

Sehr empfehlenswert sind auch die selbstgebackenen Kuchen im Tearoom des Museums. Wir spazieren also im Regen durch den Derrynane National Historic Park und über den Strand zurück.

16. August 2011:

Diese sehr angenehm zu gehende Etappe verläuft parallel zu Küste auf der ‚Butter Road‘, der alten Verbindungsstraße zwischen Caherdaniel und Sneem. Gleich hinter dem Ortszentrum von Caherdaniel führt ein Pfad auf die erste Anhöhe. Nach den vielen Regentagen ist der Weg schlammig und an vielen Stellen schwer passierbar. Wieder zurück auf der alten Straße kommen wir an der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Ruinen der Kilcrohane Kirche vorüber. Kurz vor der Abzweigung zum Staigue Fort, der am besten erhaltenen vorchristlichen Befestigungsanlage, wird der Autoverkehr stärker. Wir steuern aber den Pass nordwestlich des Glanlough Upper an. Von dort oben haben wir einen schönen Blick auf den Kenmare River. Der Abstieg führt neben einem Wald entlang und führt durch sehr feuchtes Gelände.

Nach einer Stiege kommen wir in ein abgeholztes Gebiet. Ein Schild warnt, dass aufgrund des Gebrauchs von Herbiziden das Betreten des Geländes bzw. das Pflücken von Beeren und Pilzen gefährlich sein kann. Der Kerry Way führt trotzdem, ohne darauf Rücksicht zu nehmen, durch das Gebiert.

Wir gehen nun einige hundert Meter auf der N 70, bis die Butter Road Links abzweigt und schnurgerade durch Wälder nach Sneem führt.

Empfehlung: Coomassig View B&B, sehr gutes Frühstück und von der hilfbereiten Besitzerin wird einem jeder Wunsch erfüllt

Caherdaniel – Sneem
Start: 9:30
Ankunft: 16:00, ohne Pausen
Gehzeit: 6:00
Ca. 20 km, 490 Höhenmeter

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17. August 2011:

Das Wetter wird gegen Ende des Weges zunehmend besser. Regen ist erst wieder für den morgigen letzten Tag angekündigt. Rückschlüsse über den Zusammenhang der Wetterentwicklung und unserer Anwesenheit in Irland seien jedem selbst überlassen. 😉

Wir verlassen bei Sonnenschein etwas später als üblich das Haus um wieder einmal unseren bereits sehr müden Beinen etwas Gutes zu tun: Da dieser Teil als uninteressant – die ersten 10 Kilometer führen nahe der N70 an der Küste – und sogar als gefährlich beschrieben werden, nehmen wir ein Taxi bis zur Blackwater Bridge.

Wir steigen also an der malerischen Blackwater Bridge aus und in den Weg ein. Nach rund 200 Metern auf der N70 zweigt rechts der Kerry Way in den Wald ab, der ab nun sehr idyllisch durch Wälder entlang der Küste geführt wird. Der Weg geizt nicht mit wunderschönen Blicken auf den Kenmare River. Wir fühlen uns landschaftlich an den Süden mit dem Licht des hohen Nordens erinnert.

Wir passieren den Privatbesitz Castle Dromore und verlassen kurz danach die Wälder um der viel befahrenen N70 2,5 Kilometer zu folgen. Dabei durchquert man den Ort Templenoe.

Wer nun die Wanderung auf dem Seitenstreifen überlebt hat, der zweigt nun gegen Ende der Etappe – es sind nur mehr 6 Kilometer nach Kenmare – auf dem Weg links in die Berge ab. Nach einigen Häusern verlassen wir den asphaltierten Weg und gehen über Rinderweiden und Moorgelände am Südhang des Berges Letter South. Der Weg ist deshalb noch tiefer und morastiger als sonst. Wir überqueren eine Straße und über eine weitgezogene Heidefläche erreichen wir dann den 205 Meter hohen Berg Gortamullin. Der Weg wird extra in einer großen Kehre zum höchsten Punkt geführt. Hier hat man einen schönen Ausblick auf die Berge, die hinter einem liegen sowie auf den Kenmare River und kann bereits den Lauf der kommenden, letzten Etappe erkennen.

Nach dem Gipfel geht es dann direkt am Hang hinunter nach Kenmare, das man von Schritt zu Schritt besser erkennen kann.

Kenmare ist die zweitgrößte Siedlung auf dem Weg, eine noch gut funktionierende Kleinstadt, die sich gerne das wirkliche Zentrum des Südwesten Irlands nennt – trotz oder gerade wegen des Fehlens der amerikanischen und japanische Touristen.

Sneem – Blackwater Bridge – Kenmare
Start: 10:30
Ankunft: 16:00
Gehzeit: 5:00
Ca. 15 km, ca. 300 Höhenmeter

     

18. August:

Die letzte Etappe des Kerry Ways ist zweigeteilt: Die ersten 10 Kilometer begeht man zum ersten Mal, in der Nähe der Galway’s Bridge trifft man dann auf den von Killarney kommende Weg. Der Rundwanderweg schließt sich hier. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Wahl, die Etappe bis Killarney nochmals zu gehen oder auf den Weg nach Black Valley einzuschwenken und bei Lord Brandon’s Cottage das Boot zurück zum Ross Castle in Killarney zu nehmen.

Zu Beginn führt der Kerry Way auf einer schmalen Asphaltstraße, der alten Straße nach Killarney, 5 Kilometer stetig bergan aus Kenmare heraus. Um Zeit und sich heiße Fußsohlen zu ersparen, kann man ein Taxi bis zum Ende der Straße nehmen.

Auf einem ungewöhnlich trockenem und festen Weg steigen wir nun auf den Pass zwischen Peakeen Mountain und Knockanaguish. Hier ist es menschenleer und wir dürfen noch einen letzten Blick auf die irischen Berge werfen.

Recht schnell bewegen wir uns dann entlang eines kleinen Flüsschens in Richtung Nationalpark und nach drei Kilometern treffen wir auf die oben beschriebene Wegkreuzung.

Wir entscheiden uns für die Bootsfahrt durch den Nationalpark. Hier ist dezente Eile angebracht, das Boot legt schon um 14:00 Uhr von Lord Brandon’s Cottage ab.

Die Bootsfahrt über die drei Seen Upper Lake, Muckross Lake und Lough Leane nach Ross Castle mit launischen Erklärungen des Bootsführers ist sehr empfehlenswert. Als krönenden Abschluss der Wanderung fahren wir noch mit der Pferdekutsche nach Killarney zurück.

Kenmare – Lord Brandon’s Cottage – Killarney
Start: 9:45 von Abzweigung Old Killarney Road / Kerry Way
Ankunft: 12:45 bei Bootsanlegestelle Lord Brandon’s Cottage
Gehzeit: 3:00
Ca. 11 Kilometer, ca. 150 Höhenmeter

           

Und jetzt: auf nach Dublin!

Vielleicht sind folgende Links interessant und / oder hilfreich:

Kerry Way – Offizielle Website

Kerry Way – auf Deutsch

4 Kommentare zu „Kerry Way

    1. Hallo Andi,
      wir sind wie du begeisterte Wanderer und haben auch schon einige dr Wege begangen, die du erwandert hast. Nun überlegen wir, den Kerry Way zu gehen – schrecken aber ein wenig vor den vielen Straßen und dem Tarmac zurück – es wäre für uns sehr schön, wenn du uns eine Einschätzung darüber geben könntest. Wenn du magst, habe deinen Blog zunächst überflogen, werde aber nochmal genau alles studieren. Schöne Grüße aus dem Rheingau

      1. Hallo Maren!
        Danke für dein Interesse an meinem Blog.
        Wenn ich zwei Jahre danach an den Kerry Way denke, muss ich sagen, dass er landschaftlich schön ist. Vor allem der Beginn des Weges ist bestechend schön. Den Vergleich zu Weitwanderwegen in England und Schottland kann er aber nicht aufnehmen. Man geht oft weit und lange auf Straßen, die eine viel gröbere Oberfläche haben als jene Straßen, die wir in schneereichen Gegenden gewohnt sind. Alternativen dazu gibt es eigentlich nicht, außer man nimmt den Bus.
        Meine Empfehlung wäre, für die Straßen Schuhe mit einer sehr weichen Sohle mitzunehmen (Laufschuhe) und manche (unsportliche) Abschneider mit dem Bus einzuplanen.
        Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen!
        LG,
        Andi

  1. Liebe Andi, vielen Dank für deine schnelle und aufschlussreiche Antwort. Wir werden das nächste Jahr zunächst den Pennine Way gehen und dachten dann an den Kerry Way. Laut unserer Info sind es fast 50% Asphalt, die man jeden Tag treten muss – wir haben allerdings schon wunderschöne Landschaftsbilder gesehen, bei denen wir dachten, das lohnt sich trotzdem.
    Jedenfalls danke für deinen Kommentar und ich hoffe, dir stehen noch einige tolle Touren bevor…

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