Ein Traumtag auf dem Eisenerzer Reichenstein

9. Juli 2011

Der Aufstieg am (gefühlt) heißesten Tag im Jahr wurde belohnt mit Fernsicht auf Dachstein und Grimming.

Etwas zu spät für einen hochsommerlichen Tag im Juli marschieren wir vom Präbichler Hof (1260 m) los. Nach einige hundert Metern auf der Lifttrasse zweigt rechts mit einem Drehkreuz markiert der Weg 605 ins Grübl ab, der zügig auf gewundenen Wiesen- und Waldwegen zum Rösselhals führt. Als Variante kann man auch auf der Lifttrasse weitergehen, die linkerhand in einen bequemeren Forstweg übergeht, der wiederum nach dem ersten Anstieg in den Weg 605 mündet.

Am Rösselhals angelangt baut sich der massive Zacken des Eisenerzer Reichenstein vor einem auf und weist den Weg. Wir entscheiden uns, auf dem Theklasteig, einem Kammweg den Reichenstein auf der Westseite zu besteigen. Der Weg am Kamm bietet schöne Blicke hinab zum geschundenen Erzberg.

Bald kommen wir zur Wegzweigung „Normalweg“ oder „Stiege“ nur für Geübte, was viele MitwanderInnen vor uns zum Grübeln bringt. Die „Stiege“ entpuppt sich als Klettersteig A, mit wenigen Seilsicherungen und einer Leiter, die allen Trittsicheren und Schwindelfreien keine Probleme bereiten sollten.

Bald sehen wir über uns die Reichenstein Hütte. Wir wählen den Weg linkerhand, direkt zum Gipfelkreuz. Und quälen uns die letzten Serpentinen im Zick Zack nach oben. Die letzten Schritte zum Kreuz gehen dann fast senkrecht empor. Oben genießen wir mit mindestens 30 anderen WandererInnen – ja, nicht nur wir mögen diesen Berg – ein leichtes Lüftchen bei immer noch 20 Grad auf 2165 m.

Danach geht es 15 Minuten über einen Kamm zur Reichenstein Hütte, einer fahradfreundlichen Gaststätte auf 2128 m. Wie die beiden Citybikes auf das Plateau gekommen sind, fragen sich wohl viele… Wir genießen eine fabelhafte Fernsicht bis zum schneebedeckten Dachstein und laben uns. Das Essen ist sehr zu empfehlen. 🙂

Diesmal steigen wir gleich die Serpentinen direkt bei der Hütte hinunter. Eine Gemse, die das Treiben auf der Hütte von ca. 100 m Entfernung beobachtet, schaut uns nach. Da der Abstieg über die „Stiege“ schneller geht, als über den Normalweg, klettern wir über diese Passage wieder hinunter – was offen gesagt etwas mühsam ist. Für die letzten Meter zum Parkplatz wählen wir dann den bequemeren Abstieg über den Forstweg.

Facts:
Ausgangspunkt: Passhöhe Präbichl, nach dem gut sichtbarem Schild 1 km Zufahrt auf einer Schotterstraße zum Gasthof Präbichler Hof.
Gehzeit: 4 Stunden
Aufstieg: 2,5 Stunden
Abstieg: 1,5 Stunden
Höhenmeter: 900 m
Länge: ca. 10 km
Schwierigkeit: 3 / 5 – Trittsicherheit erforderlich!
Kondition: 4 / 5
Genuss: 5 / 5

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