Peterer Riegel und Speikkogel

9. August 2015

Wir entfliehen der sommerlich heißen Stadt auf die windige Pack- und Stubalpe. Zwei Fast-2000er in knappen 4 Stunden.

Wir folgen brav und gutgläubig unserem Navi, das glaubt, wir sind auf dem Motorrad unterwegs und nicht zeitig früh bereit für eine sommerliche Bergtour. Daher können wir die um 20 Minuten weitere Fahrt über das Gabel nur eingeschränkt genießen. Besser und schneller fährt man aus Graz über Modriach, Packer Stausee und Hirschegg zum Salzstiegel.

Als wir am Parkplatz des Salzstiegelhauses (1553 m) ankommen, sind wir bei weitem nicht die ersten, dafür marschieren wir gleich zügig in Richtung Speikkogel los. Wir gehen also am Salzstiegelhaus vorbei, die ersten hundert Meter auf einem Forstweg. Danach biegen wir rechts auf eine breite Trasse ein, die im Winter als Schipiste dient. Wer es bequemer haben möchte, bleibt auf der ursprünglichen Forststrasse und gelangt ebenfalls auf die sogenannte Rosseben (1713 m) oberhalb der Schilifte.

Schon von weitem sind die beiden Windräder sichtbar, am Rosseben gibt es seit einigen Jahren auch einen Speichersee für die Beschneiungsanlage im Winter. Leise ist es nicht gerade, und die Vorsorge für die winterlichen Aktivitäten haben große Narben in die Landschaft gerissen, aber dafür gibt es durchaus kühlen Wind.

Wir umgehen den Speichersee, halten uns an der folgenden Abzweigung links, Richtung Peterer Sattel und queren auf einem leicht auf und ab gehenden Steig die Südwest-Flanke des Speikkogels. Ca. eine halbe Stunde brauchen wir, dann stehen wir an der Weggabelung am Peterer Sattel (1745 m). Hier befinden wir uns direkt auf der Landesgrenze zwischen Steiermark und Kärnten. Ein handgeschriebenes Schild weist uns in 20 Minuten auf den Gipfel des Peterer Riegels. Wir folgen dem schwer erkennbaren Steig nahe des Zaunes direkt auf den Gipfel. Wir schaffen es in etwas 35 Minuten, dann stehen wir neben dem von der AV-Ortsgruppe Wolfsberg 1986 errichteten Gipfelkreuzes des Peterer Riegels (1967 m).

Für den Abstieg bleiben wir in derselben Richtung, übersteigen den Zaun und folgen dem Steig linkerhand auf die Peterer Alm. An einer weiteren Weggabelung halten wir uns links und schwenken in einer scharfen Kehre auf dem Weg 505 und gehen an der Ostflanke des Peterer Riegels zurück zum Peterer Sattel.

Nun sehen wir vor uns den Speikkogel aufragen. Wir halten uns in westlicher Richtung auf dem Weg 521 (Richtung Weißensteiner Hütte). Wir passieren mehrere kleiner Bachläufe und auf dem höchsten Punkt des Weges – wir befinden uns bereits über der Waldgrenze und der Weg zeigt wieder bergab – verlassen wir den Weg und steigen diretissima auf den langen Rücken des Speikkogels auf. Nach der mühsamen Kletterpartie oben angekommen halten wir uns rechts, passieren zuerst den höchsten Punkt, der mit einer Schiroutenmarkierung gekennzeichnet ist. Schon ist im Osten das etwas tiefer gelegene Gipfelkreuz zu sehen. Wir folgen dem Weg 520 auf einen leichten Sattel zu einer Kuppe mit dem Gipfel des Speikkogels (1993 m).

Zum Abstieg halten wir direkt auf die Windräder zu und steigen über den nordostseitigen Rücken des Speikkogels zu Rosseben ab. Von dort geht es weiter auf der Trasse zum Salzstiegelhaus.

Facts:
Start- und Endpunkt: Salzstiegelhaus, 1553 m
Gehzeit: 4 Stunden
Höhenmeter: 776 m
Länge: 13,3 km
Schwierigkeit: 3 / 5
Kondition: 4 / 5
Genuss: 3 / 5

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