Abenteuer auf dem Admonter Kaibling

Tiefblicke vom Kaibling

6. August 2016

Als Jugendliche war der Admonter Kaibling mein Lieblingsberg. Kaum ist man schneller auf fast 2200 m Höhe und damit auch schnell wieder herunten. Ja, als Teenager war Bergsteigen nicht gerade mein liebstes Hobby. Nach rund 15 Jahren möchte ich nun testen, ob der Kaibling noch immer Qualitäten zum Lieblingsberg hat.

In der Nacht hat es geregnet, also hängt der Hochnebel am Morgen so tief, dass wir in Admont nur erahnen können, wo sich der Kaiblind befindet. Wir lassen uns Zeit, besteht doch die Hoffnung, dass es später noch aufreißen wird. Es ist also schon später Vormittag als wir die Straße auf die Kaiserau nehmen und dann die Maulstraße (€ 7,00 pro Pkw) zur Klinkehütte (1486 m) nehmen.

Gleich rechts neben der Hütte geht der Weg 601 ab und auch wirklich geht es gleich vom ersten Schritt an bergauf. Zuerst gehen wir über Almgelände leicht steigend zum Kaiblinggatterl (1542 m). Von hier zweigt der Weg 655 links ab und es geht steil bergan. So steigen wir zunächst über Wiesen, dann durch Latschenwälder auf bis wir gerölliges Terrain betreten und uns dem Fuß des Admonter Kaiblings nähern. Inzwischen hat sich der Hochheben kaum gehoben und um uns wabern Nebelfetzen hin und her und geben immer wieder schöne Blicke frei. Die Sicht ist aber dennoch gut und wir gehen weiter.

Am letzten steilen Stück bevor wir uns unter der Kaiblingwand befinden, begegnen uns Gemsen. In ihrer Flucht nach oben treten sie Steine locker, die wie Geschosse in unserer Richtung springen. Gut, dass diese einige zehn Meter neben uns vorbeischießen.

Nun wird der Weg zu einem Steig und wir wenden uns nach Norden um den Kaibling zu umrunden und auf seinem Wiesenrücken auf der Nordseite aufzusteigen. Der Weg ist zwar schmal, aber nur an einer Stelle ausgesetzt.

Je höher wir hinaufkommen, desto stärker wird der Wind und der Nebel verbindet sich mit Wolken. Wir erreichen den Pass zwischen Kaibling und Riffel und halten uns rechts. Der Weg führt uns Serpentinen steil bergan zu einem Steinmanderl. Dort haben wir kurz einen schönen Blick auf den Gipfel bis sich der Nebel wieder senkt. Von nun an sind es nur mehr 15 Minuten und wir stehen auf Gipfel (2196 m). Leider werden wir heute mit keinen Fernblicken belohnt, können aber Steinböcke beim Grasen beobachten. Sie scheinen sich zu wundern, dass sich bei diesem Wetter Menschen in ihr Revier begeben.

Facts:
Start- und Endpunkt: Klinkehütte, 1486 m
Talort: Admont, 640 m
Gehzeit: 4 Stunden
Höhenmeter: 700 m
Länge: 7,2 km
Schwierigkeit: 4 / 5
Kondition: 3 / 5
Genuss: 4 / 5

 

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