Unbekannter Nachbar des Hochschwab: Buchbergkogel

Hochnebel

11. August 2019

Ermutigt durch die Bergtour auf den Edelweißboden, soll es heute höher hinaus gehen. Wir suchen uns einen eher unbekannten Berg aus dem Hochschwabmassiv aus: den Buchbergkogel.

Wir starten beim Gasthof Bodenbauer. Trotz der vielen Wolken und der Aussicht auf ein wenig Regen, hatten viele andere auch die Idee. Aber beim Bodenbauer beginnen viele Wege, nicht alle gehen auf den Buchbergkogel. Das merken wir bereits als wir vor dem Bodenbauer links die Forststraße in Richtung Josersee nehmen. Wir sind alleine.

Zuerst geht es recht eintönig auf einer Forststraße vorbei beim Elisenheim, 947 m, über die idyllische Joseralm zum Josersee, 1228 m. Dieses Stück haben wir in etwas mehr als einer Stunde geschafft.

Ab jetzt geht es ohne Markierung weiter. An der Wegkreuzung, an der die Forststraße scharf nach rechts geht, folgen wir zwischen dieser Forststraße und dem Weg um den See einem schmalen, teilweise schwer sichtbaren Weg steil durch einen feuchten Wald. Wir queren eine kleine Almwiese und halten auf die Schafmauer zu. Hier ist der Steig ab und an mit Steinmännchen gekennzeichnet. So geht es am Hang unter der Schafmauer bergan. Der Weg ist teilweise schwer zu erkennen. Eine Gruppe Steingeißen beobachtet uns als wir in leichtem Nieselregen den Hang nach links besteigen.

Wir passieren eine Steilstufe. Auf der Schafmauer geht es dann nach rechts auf einem schönen Steig durch den Wald bergauf. Bald kommen wir ins Freie und wir halten uns rechts in Richtung Buchbergkogel. Der nun ausgetretene Pfad schlängelt sich über Almwiesen und durch Latschen steil dem Gipfel zu. Fast oben angekommen wird der Weg sanfter. Obwohl wir den Gipfel noch nicht sehen können, wissen wir, dass es nicht mehr weit sein kann. Und schon stehen wir an einer Weggabelung. Vor uns bricht eine Kante steil zur Häuselalm und zum Sackwaldboden ab. Wir halten uns rechts und sind in wenigen Minuten am Gipfel des Buchbergkogels, 1.705 m.

Die sonst einzigartige Aussicht können wir nicht genießen, steigt doch unablässig Hochnebel aufgrund des starken Regens in der Nacht aus dem Tal auf. Aber auch das ist wunderschön.

Für den Abstieg nehmen wir an der Wegkreuzung nicht den Weg zurück zu Schafmauer, sondern gehen geradeaus zuerst am Kamm und dann sehr steil bergab zur Häuselalm, 1526 m. Von dort geht der bekannte Weg zuerst durch ein Kar, dann durch Wald zurück zum Bodenbauer. Erst auf diesem Weg begegnen uns wieder die Wanderer*innen, deren Autos wir am Parkplatz gesehen haben.

 

Facts:
Ausgangspunkt: Gasthof Bodenbauer, 884 m
Talort: Thörl
Gehzeit: 5:45 Stunden
Länge: 13 km
Höhenmeter: 870 m
Schwierigkeit: 3 / 5
Kondition: 4 / 5
Genuss: 3 / 5

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