Gefrorener See

Gefrorener See

11. Juni 2020

Wir freuen uns auf diese Tour. Es ist das erste Mal seit dem Corona-Lockdown, dass wir wieder in „richtigen“ Bergen unterwegs sind. Wir haben den Gefrorenen See schon einmal vor zwei Jahren in Angriff genommen, aber aufgrund von Knieproblemen vorzeitig abgebrochen. Aber diesmal soll es funktionieren.

Vom Parkplatz der Edelrautehütte geht es einmal in Richtung Hütte. Kurz vor der Hütte zweigt der zuerst gemeinsame Weg zu Hauseck und Seekarspitze rechts ab. Gleich danach steigen wir auf einem holprigen Steg über den Abfluss des kleinen Scheibelsees. Gut, dass Holz und Geräte zur Reparatur schon bereitliegen, denn einige Bretter sind morsch oder bereits eingebrochen.

Danach beginnt schon der Anstieg. Nach etwa 300 Metern mäßiger Anstieg zweigt der Weg 944a rechts ab ins Ochsenkar. Zuerst geht es über Stock und Stein wild bergab. Manche Stellen sind sogar mit Seilen und einer Leiter versichert. Bald wird es jedoch flacher und wir gelangen zur Ochsenkarhütte (1651 m). Wir halten uns links und gehen auf einem breiten Weg zu und dann über eine große Almwiese, die bereits von einer Kuhherde bevölkert ist. Offensichtlich haben sie heuer noch nicht viele Menschen auf der Alm gesehen, so kommen sie alle in unsere Richtung und beobachten unseren Aufstieg.

Wir steigen dann mäßig steil an einem Hang entlang auf. Nach einer weiteren Wiese unter den Hängen der Großen Rübe geht es in einem großen Zickzack dann auf die Schlüsselstelle dieser Wanderung zu: der Geländekante, die wir passieren müssen um auf das Hochplateau zu gelangen. Im Sommer sicher kein Problem, macht uns der Aufstieg Sorgen. Es liegt hier noch viel, sehr weicher Schnee, den wir überqueren müssen. Ein steiles, hängendes Schneefeld lässt uns schon fast umkehren, bis ein netter Bergläufer, der schon von oben kommt, uns eine Spur legt. Wir können ins seine Fußstapfen treten und wir kommen ohne Gefahr hinauf.

Oben erstreckt sich dann vor uns ein Bild aus einer Winterlandschaft. Die Schneedecke ist noch fast durchgehend, nur manche Geröllfelder sind schon aper. Wir ziehen also eine Spur über die Schneefelder unter der Seekarspitze und überqueren das Hochplateau. Am Talschluss sehen wir dann tief unter uns den Gefrorenen See (2076m). An manchen Stellen ist schon zu sehen, dass das Eis langsam schmilzt.

Wir wandern auf demselben Weg bis zur Ochsenkarhütte zurück. Dort passieren wir die Ochsenkarhütte und steigen einen vom Viehtrieb in Mitleidenschaft gezogenen Forstweg hinauf. Damit ersparen wir uns den schwierigen Weg durchs Ochsenkar zurück. Wir müssen noch einen Bach furten. Das als Brücke hingelegte Brett schaut nicht mehr sehr belastbar aus, dann gelangen wir zur Mautstraße. Auf dieser gehen wir die letzten vier Kehren bis zum Parkplatz.

 

Facts:
Ausgangspunkt: Parkplatz Edelrauterhütte (1706 m)
Talort: Hohentauern
Gehzeit: 4,5 Stunden
Länge: 9,5 km
Höhenmeter: 580 m
Schwierigkeit: 3 / 5
Kondition: 3 / 5
Genuss: 4 / 5

 

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