Dachstein-Querung über das Koppenkar

6. August 2012

Über Gletscher und Kraterlandschaft zum Guttenberghaus.

Von der Bergstation der Dachstein-Seilbahn am Hunerkogel (2687 m) überqueren wir den Schladminger-Gletscher in Richtung Kleiner Koppenkarstein. Bald sehen wir an der Steilwand Sicherungen und eine Leiter, die ca. 15 Meter senkrecht hinauf zum Rosmarie-Stollen führen. Für nicht so versierte Kletterer ist ab diesem Zeitpunkt eine Sicherung mit einem Klettersteigset angebracht. Oben an der Leiter angekommen steht man vor dem Eingang zum Rosemarie-Stollen (2650 m), ein etwas 20 Meter langer künstlicher Stollen, der durch den Berg zum Edelgrieß führt. Auf dem Austria-Scharten-Weg gehen wir den Hang entlang vorbei am Einstieg zur Austria-Scharte und steigen zum Edelgrießgletscher ab. Der Abstieg ist zuerst mit Stahlseilen gesichert, dann über Schneefelder und Felsen mit einem Kletterseil. Hier muss man etwas klettern (1-2).

Wir queren den Edelgriesgletscher und steigen wieder auf den Kamm unter die Südwände des Koppenkarsteins auf. Am Übergang vom Gletscher zum Steig kann man leicht den Weg verlieren, dann heißt es ab ins Grieß. Nun befinden wir uns auf der Edelgrießhöhe (2489 m). Wir folgen dem Kamm bis zur Abzweigung zum Ramsauer Klettersteig, halten uns aber links und gehen über den Ramsauer Höhenweg (618) über das Koppenkar.

Hier bewegen wir uns in einer Karstlandschaft, die Arbeit des ehemaligen Gletschers ist gut ersichtlich. Wir haben wunderbare Blicke auf den Hohen Gamsfeldspitz und die Scheichenspitze. Nach einer halben Stunde auf und ab gelangen wir zur Abzweigung zur Scheichenspitze (2409 m). Wir gehen aber auf dem Weg 618 weiter und entscheiden uns etwas später für den Weg über die Gruberscharte (2364 m), um zum Guttenberghaus zu gelangen. Nun geht es noch einmal 150 Höhenmeter hinauf. Oben treffen wir wieder auf den Ramsauer Klettersteig.

Wir umrunden den Eselstein am Südhang und langsam wird die Vegetation üppiger. Nach einer halben Stunde erreichen wir das Guttenberghaus (2146 m). Nach einer Rast bei Hüttenschmarrn steigen wir von dort ins Tal ab. Zuerst schlängelt sich der Weg auf einer Hochalm, dann über Geröllfelder und durch Latschen steil bergab. Auf Höhe der Lärchenbodenalm (1406 m) beginnen wir die Höhenmeter in den Beinen zu spüren und können kein Geröll mehr sehen. Ab der Alm sind es dann nur mehr 30 Minuten auf einer Forststraße durch den Wald zum Gasthof Feisterer.

Facts:
Ausgangspunkt: Ramsau am Dachstein, Bergstation Hunerkogel-Dachstein-Südwandbahn, 2687 m
Endpunkt: Gasthof Feisterer, 1150 m
Gehzeit: 6,5 Stunden
Bergstation Hunerkogel – Guttenberghaus: 4 Stunden
Guttenberghaus – Gasthof Feisterer: 2 Stunden
Ausrüstung: Klettersteigset, Stöcke
Höhenmeter: 500 m Aufstieg, 2000 m Abstieg
Schwierigkeit: 5 / 5 – Trittsicherheit erforderlich!
Kondition: 5 / 5
Genuss: 5 / 5

3 Kommentare zu „Dachstein-Querung über das Koppenkar

  1. Hallo
    sehr schöner Beitrag vom Dachstein ! würde mich freuen wenn du meinen Blog besuchen würdest ich habe auch einen Beitrag vom Dachstein bzw. Ramsau Teil 1 und Teil 2

    1. Danke dir! Der „Wilde Wasser“-Weg ist eine gute Idee, muss ich mir merken. Zumal ich schon sehr viele Touren von der Ramsau aus kenne. LG, Andrea

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