Abwechslungsreich am Hochtrötsch

Trötschsattel

19. September 2014

Und wieder einmal möchte ich ausprobieren, ob man mit Bus und Bim schöne Wanderungen ab Graz unternehmen kann. Bislang waren die Erfahrungen gemischt: Zu den „klassischen“ Zielen wie Schöckel, Bärenschützklamm und Rote Wand kommt man recht leicht, aber wie steht es um die unbekannteren Ziele? Gleich vorneweg: Diese Tour hat sich absolut ausgezahlt! In Graz starte ich am Andreas-Hofer-Platz mit dem Bus 100 und lasse mich bis Haltestelle Lurgrotte mitnehmen. Danach geht es etwa 400 Meter weiter der Straße am Zementwerk entlang bis rechts eine Einfahrt kommt. Ab hier führt der Weg 13 in Richtung Hochtrötsch. Auf einem alten Forstweg geht es zügig bergan. Noch ist es kühl und schattig, die Sonne blinzelt durch die Bäume und ich höre aus dem benachbarten Badlgraben den Bach rauschen. Nach einer dreiviertel Stunde stößt dann der Weg 750 aus dem Badlgraben zu meiner Forststraße und gemeinsam geht es dann 150 Meter bis der 750 wieder links steil bergab im Gebüsch verschwindet. Ein Schild weist den Weg auf den Hochtrötsch. Der Weg führt mich zum Bach, den ich – wie es aussieht – überwinden soll. Ein kleines Steinmanderl zeigt die beste Stelle an. Von hier geht es wieder bergan, zuerst in der Nähe des Baches, dann vorbei an einem Wasserfall und ich umrunde den Schönegg Kogel. Oben angekommen öffnet sich das Gelände und ich befinde mich auf einem bewirtschafteten Plateau mit Wiesen und Kukuruzfeldern mit dem Blick auf den Hochtrötsch. Ich überquere ein große Wiese und stoße dann auf eine Asphaltstraße, die durch den Ort Schönegg führt. Fast am Ende des Ortes zeigt der 750 dann wieder rechts ab, es geht auf einen kleinen Hügel und dann scharf links über Wiesen und einen kleinen Wald bis zu einem Gehöft, das von einem alten grummeligen Hund bewacht wird. Hinter dem Gehöft stoße ich wieder auf die Asphaltstraße. Ich halte mich links – hier gibt es leider keine Markierung – und folge der Asphaltstraße ca. einen Kilometer in Kurven bergan, bis es rechts ab geht zum Gehöft „Rüster“. Nach den Häusern und dem Holzlager, über einen Viehzaun und sehr steil bergan durch den Wald bis zum Trötschsattel. Eine schöne Wiese und wunderschöne alte Laubbäume weisen den Weg. Von hier gibt es einen guten Ausblick auf die Rote Wand. Die letzten 100 Höhenmeter haben es dann in sich: Sehr knackig geht es direkt über den Hang bergauf. Gut, dass es genügend Bäume zum anhalten gibt. Oben, auf dem Rücken des Trötsch angekommen, tut die gemächliche Steigung wohl. Am anderen Ende dann das Gipfelkreuz (1239 m). Ein kleiner Tisch und Baumstämme laden zur Rast ein. Beim Rastplatz startet der Weg hinab nach Frohnleiten, meinem Endpunkt. Zuerst sehr steil durch den Wald bergab, öffnet sich nach einer halben Stunde Abstieg bei einer großen Wiese das Gelände und gibt Blicke auf Frohnleiten frei. Ab hier folgt der Weg einer Forststraße – und etwas später, nach dem Gehöft Prietl, führt der Weg leider fast ausschließlich auf einer Asphaltstraße ins Tal. Beim Weiler Laas marschiere ich noch durch eine Nussbaumallee und wenige Minuten später stehe an der Bruckner Schnellstraße. Jetzt nach links und in wenigen Minuten bin ich am Bahnhof Frohnleiten. Die S-Bahn bringt mich wieder nach Graz.

Facts:
Ausgangspunkt: Peggau, Haltestelle Lurgrotte, 354 m
Endpunkt: Frohnleiten, Bahnhof, 434 m
Gehzeit: 4:30 Std. (3 Std zum Gipfel, 1,5 St. Abstieg)
Länge: 17,6 km Höhenmeter: 885 m bergauf, 860 m bergab
Schwierigkeit: 3 / 5
Kondition: 4 / 5
Genuss: 4 / 5 (fast 5/5 !)

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